Léonie & Artthik
19. September 2026, 14:30 Uhr, im Daizy, Räffelstrasse 28, 8045 Zürich, Schweiz
Mit viel Liebe und Vorfreude möchten wir diesen einmaligen und besonderen Tag mit dir teilen.
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Manchmal braucht es nur den richtigen Moment und zwei Menschen, die sich genau zur gleichen Zeit am gleichen Ort befinden. In unserem Fall war dieser Ort Ende August 2020 auf der Dating-App Hinge. Man darf nämlich nicht vergessen: Es war 2020, mitten in der Corona-Pandemie.
Léonie hatte die App gerade erst in Zürich heruntergeladen, während Artthik sie in Bern eigentlich schon wieder löschen wollte. Doch bevor er dies tun konnte, kreuzten sich unsere Wege. Schon die ersten Nachrichten waren anders: ehrlich, direkt und voller Neugier darauf, was der und die andere sich wirklich von einer Beziehung wünscht und sucht.
Wir tauschten unsere Telefonnummern aus - gerade noch rechtzeitig. Denn bevor Léonie einen Screenshot von Artthiks Profil und den ersten Nachrichten machen konnte, war sein Profil bereits verschwunden. Weg. Gelöscht. Zum Glück nicht aus ihrem Leben.
Es folgten unzählige Nachrichten, lange Telefonate und Videocalls. Schliesslich kam es zum ersten Treffen in Solothurn, mit tiefen Gesprächen, viel Lachen und leckerer Pizza. Nach dem ersten Date folgten weitere. Wir unternahmen Spaziergänge durch Zürich, das Probieren vom besten Hummus der Stadt (ein wichtiges Thema auf ihrem Hinge-Profil) und hatten weitere Dates in Bern. Dort funkte es dann endgültig, als wir gemeinsam an der Pastamaschine die Spaghetti kurbelten.
Mit jedem Treffen wurden wir vertrauter. Während Artthik schon wusste, dass er bereit für eine Beziehung mit Léonie war, brauchte Léonie noch etwas Zeit.
Am Abend des 6. November 2020 sprach Léonie beim Spazieren über die Kirchenfeldbrücke schliesslich offen über alles, was ihr auf dem Herzen lag und sagte, dass sie nun bereit für die gemeinsame Beziehung sei. Artthik nickte und antwortete kurz und knapp. Für Léonie war damit alles klar: Wir waren zusammen.
Oder vielleicht doch noch nicht ganz.
Am nächsten Morgen beim Brunch fragte Artthik beim Essen plötzlich, ob das Gespräch vom Vorabend eigentlich bedeutet habe, dass wir jetzt zusammen seien. Léonie antwortete nur:
"Ja klar – wir sind doch seit gestern zusammen!"
Artthik meinte daraufhin, dass das nicht so klar gewesen sei und er erst jetzt die Worte vom Vorabend wirklich verstanden habe.
Und genau deshalb feiern wir bis heute einfach beide Tage: den 6. und den 7. November.
verloben
Uns war von Anfang an klar: Um die Hand anhalten ist keine Männersache. Also war auch klar, dass beide die Frage stellen würden.
Es war Léonie, die - wie so oft - den Mut hatte, zuerst zu springen. Am 24. August 2025, nach einer Schnitzeljagd voller Rätsel und Geheimnisse, nach einem Brunch und einem Outdoor-Krimi durch die Strassen der neuen Heimat, nach unzähligen Couverts, die sich Stück für Stück öffneten wie Kapitel einer Geschichte, die schon längst geschrieben war - da stand am Ende eine Kiste. Eine schlichte Kiste, die alles enthielt, was zählt: eine Decke für die stillen Abende zu zweit und ein Buch voller gemeinsamer Erinnerungen. Und auf der letzten Seite, zwischen all den Momenten, die sie geteilt hatten, wartete die wichtigste Frage: "Artthik Sellathurai, wotsch du mich hürate?"
"JA!"
Artthik liess sich Zeit. Denn manche Dinge müssen reifen, um vollkommen zu sein. Der 5. Jahrestag nahte, und mit ihm ein Abend, der in Erinnerung bleiben sollte. Die Reise führte nach Steffisburg, in die Stille, in ein Bubble-Hotel unter offenem Himmel. Nach Apéro und Abendessen – improvisiert, wie manchmal das Leben selbst – lag die Nacht vor ihnen. Umringt von Kühen, unter dem unendlichen Berner Sternenzelt, standen die beiden in dieser besonderen Stille. Und dann, kurz bevor der Tag endete, nach Worten, die Seiten füllten und doch kaum ausreichten, war die Zeit gekommen: "Léonie Lirona Wurmser, möchtsch du mi hürate?"
"JA!"
Diese beiden Ja sind der Beginn von etwas, das grösser ist als zwei Menschen es allein sein könnten. Es ist ein Versprechen, zwei Welten zu einer zu machen – zwei Geschichten, zwei Familien, zwei Leben.
Und dieses Fest ist der erste Akt.
Sei dabei.